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Alles was du über wein wissen musst, bevor es zum shopping geht!

Was ist Wein?

Wein ist ein Getränk, das durch die alkoholische Gärung des Mosts oder der Maische von frischen Weintrauben hergestellt wird. Weintrauben heißen die in Rispen wachsenden Beerenfrüchte der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera vinifera). Wein gilt als Genussmittel und als Kulturprodukt.

Welche Weinarten gibt es?

Die drei gängigsten Weinarten sind Weißwein, Rotwein und Roséwein. Alle drei Farbrichtungen können als Stillwein oder als Schaumwein oder Perlwein vorkommen. Darüber hinaus gibt es Orange Wine als vierte Farbrichtung. Die einzelnen Arten unterscheiden sich im Wesentlichen durch das Herstellungsverfahren und die Farbe der verwendeten Trauben.

Weißwein wird üblicherweise aus hellen Trauben durch Mostgärung gewonnen. Weißwein, der aus dunklen Trauben durch Mostgärung gewonnen wird, bezeichnet man als Blanc de Noirs.

Rotwein wird aus dunklen Trauben durch Maischegärung gewonnen.
Roséwein wird aus dunklen Trauben durch Mostgärung nach kurzer Maischestandzeit gewonnen.

Welche Trinktemperatur muss Wein haben?

Die Temperatur eines Weins beeinflusst den Genuss unmittelbar. Ist der Wein zu kühl, gibt er seine Aromen nur sehr zurückhaltend preis; er wirkt verschlossen, eintönig und eher fad. Ist der Wein zu warm, kommt der Alkohol stärker hervor, der Wein wirkt grob und eher plump. Die richtige Trinktemperatur entscheidet darüber, ob der Wein sehr gesamte Feinheit und Aromenvielfalt zeigen kann oder nicht.

Trinktemperatur

für kräftige Rotweine
16-18 Grad Celsius (°C)
  • vollmundige Rotweine

Trinktemperatur

für leichte Rotweine
14-16 Grad Celsius (°C)
  • Tanninarme Rotweine

Trinktemperatur

für hochwertige Weißweine
12-14 Grad Celsius (°C)
  • Roséweine

Trinktemperatur

für süße Weißweine
10-12 Grad Celsius (°C)
  • Hochwertigen Sekt

Trinktemperatur

für leichte Weißweine
8-10 Grad Celsius (°C)
  • Perlweine

Wein Temperieren

Wenn vor dem Genuss der Flasche ausreichend Zeit ist, stellt man ihn einige Stunden – gern auch einen Tag – vorher in den Kühlschrank oder in einen kühlen Kellerraum, damit er seine Temperatur langsam anpassen kann. In einem Weinklimaschrank hat jeder Wein bereits automatisch die richtige Trinktemperatur, da er bei dieser gelagert wird.

Wenn ein Weiß- oder Schaumwein in kurzer Zeit gekühlt werden soll, gibt es mehrere Methoden:

  • Die profanste ist, die Flasche für eine halbe oder Dreiviertelstunde in den Gefrierschrank oder die Gefriertruhe zu legen.
  • Deutlich schöner und auch effektiver ist es, die Flasche in einen Kübel mit Eis und Wasser zu stellen; bereits nach 15 bis 20 Minuten kann das erste Glas ausgeschenkt werden.
  • Um den Kühlvorgang zu beschleunigen, kann man den Kübel jeweils zur Hälfte mit Eis und kaltem Wasser füllen und zusätzlich Salz dazugeben. Das Salz taut dann das Eis schneller auf, und dieses gibt seine Kälte an das Wasser und die Flasche ab. Dieser Vorgang nennt sich Frappieren.
  • Noch schneller geht es mit einer Kühlmanschette, die im Gefrierschrank oder in der Gefriertruhe lagert. Die Manschette wird komplett um die Flasche (zumindest um deren Bauch) gelegt und gibt die gespeicherte Kälte sehr schnell an den Wein ab; der Kühleffekt tritt bereits nach zehn Minuten ein.

Einen Rotwein, den man relativ schnell von Kellertemperatur auf Trinktemperatur erwärmen möchte, kann man in der Flasche oder auch in einer Karaffe in lauwarmes Wasser legen; dieser Vorgang heißt Chambrieren.

Begriffserklärungen

1. Was bedeutet halbtrocken?

Als "halbtrocken" bezeichnet man im deutschsprachigen Raum einen Stillwein, der mehr als 9 und weniger als 18 Gramm Restzucker pro Liter hat. Dabei darf die Gesamtsäure um höchstens 10 Gramm pro Liter niedriger sein als der Restzucker; anderenfalls darf der Restzuckergehalt maximal 12 Gramm pro Liter betragen.

2. Was bedeutet feinherb?

Im Gegensatz zu den Begriffen “trocken”, “halbtrocken”, “lieblich” und “süß” ist die Geschmacksangabe “feinherb” nicht weingesetzlich definiert. Sie umfasst bei Stillweinen einen Bereich von mehr als 9 und deutlich weniger als 45 (also faktisch weniger als 30 oder 35) Gramm Restzucker pro Liter.

Die meisten feinherben Weine haben einen Restzuckergehalt zwischen 15 und 25 Gramm pro Liter und sind damit im Sinne des Weingesetzes entweder halbtrocken (bis 18 Gramm pro Liter) oder lieblich. Von der Bezeichnung “feinherb” versprechen sich die Winzer eine bessere Vermarktung als mit den originären weingesetzlichen Begriffen.

3. Was bedeutet lieblich?

Als "lieblich" bezeichnet man im deutschsprachigen Raum einen Stillwein, der mehr als 18 und weniger als 45 Gramm Restzucker pro Liter hat.

4. Was bedeutet süß?

Als "süß" bezeichnet man im deutschsprachigen Raum einen Stillwein, der mehr als 45 Gramm Restzucker pro Liter hat.

5. Was bedeutet trocken?

Als "trocken" bezeichnet man im deutschsprachigen Raum einen Stillwein, der weniger als 9 Gramm Restzucker pro Liter hat. Dabei darf die Gesamtsäure um höchstens 2 Gramm pro Liter niedriger sein als der Restzucker. Als "ganz trocken" gilt ein Stillwein mit maximal 4 Gramm Restzucker pro Liter.

6. Was bedeutet Kabinett?

Kabinett ist in Deutschland die erste von sechs Prädikatsstufen innerhalb des Qualitätssystems. Die Trauben für einen Kabinett-Wein müssen je nach Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht von 67 bis 82 Grad Oechsle aufweisen. Davon abgesehen muss der Wein die Kriterien der Kategorie Qualitätswein erfüllen. Kabinett-Weine können in allen Geschmacksrichtungen von trocken bis restsüß ausgebaut werden.

7. Was bedeutet Spätlese?

Spätlese ist in Deutschland die zweite von sechs Prädikatsstufen innerhalb des Qualitätssystems. Die Trauben für eine Spätlese müssen je nach Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht von 76 bis 90 Grad Oechsle aufweisen. Davon abgesehen muss der Wein die Kriterien der Kategorie Qualitätswein erfüllen. Spätlesen können in allen Geschmacksrichtungen von trocken bis restsüß ausgebaut werden, wobei die Trauben nicht vom Edelpilz Botrytis cinerea befallen sein dürfen.

8. Was bedeutet Auslese?

Auslese ist in Deutschland die dritte von sechs Prädikatsstufen innerhalb des Qualitätssystems. Die Trauben für eine Auslese müssen je nach Anbaugebiet ein Mindest-Mostgewicht von 83 bis 100 Grad Oechsle aufweisen. Davon abgesehen muss der Wein die Kriterien der Kategorie Qualitätswein erfüllen. Auslesen sind meistens halbtrocken, lieblich oder süß, können aber auch trocken ausgebaut werden. Die Trauben können mindestens teilweise edelfaul, also vom Edelpilz Botrytis cinerea befallen sein.

9. Was bedeutet QbA?

Die Abkürzung QbA steht für “Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete”. Diese Bezeichnung war bis 2012 in Deutschland die zweithöchste Qualitätsstufe (von insgesamt vier) und heißt seit der EU-Weinmarktreform nur noch “Qualitätswein”, wobei sie weiterhin die zweithöchste Stufe im deutschen Qualitätssystem darstellt.

Die Trauben für einen Wein mit dieser Bezeichnung dürfen ausschließlich aus einem der gesetzlich definierten Anbaugebiete für Qualitätswein stammen und müssen bestimmte Vorgaben erfüllen.